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Der Tod ist der Freund des Lebens


Der Tod ist nicht der Feind, sondern der Partner und Freund des Lebens, denn nur durch die Tatsache, dass der Tod ein erfülltes und evolutiv geführtes Leben aufgrund eines schöpferischen Gesetzes beendet, kann überhaupt von der Geistform und dem Gesamtbewusstseinblock ein neues Leben in einem neuen Menschenkörper mit einer neuen materiellen Persönlichkeit gelebt werden.


So verdanken wir also unser jetziges, aktuelles Leben im Hier und Jetzt auf dem Planeten Erde durch diese schöpferisch-natürliche Wirksamkeit auch dem Gevatter Tod, der das vor dem jetzigen materiellen Leben zurückliegende Leben beendet hat, und damit zugleich das Neuwerden des darauf folgenden Lebens ermöglichte.


Das Alte und Verbrauchte muß vergehen und sich in neue Formen und Energien umwandeln, damit daraus Neues, Frisches und Unverbrauchtes entstehen und sich seinerseits evolutionieren kann. Das ist ein Schöpfungs- und Naturgesetz, das sich auch in der übrigen Natur, beispielsweise im Wechsel der Jahreszeiten, so etwa im Verblühen der Blumen im Herbst und ihrem Wiedererblühen im Frühling, leicht erkennen lässt.


Da auch der grobmaterielle Körper und das materielle Bewusstsein dem Werden und Vergehen eingeordnet sind, altern sie zwangsläufig und werden irgendwann schwach und gebrechlich. Wenn die höchstmögliche relative Vollkommenheit im jeweiligen Leben erreicht ist, stirbt der Körper und seine materiellen Bestandteile kehren durch ihr Verwesen und Vermodern in die Erde zurück, woraus später wiederum neues Leben entsteht bzw. sich nährt.
Das materielle Bewusstsein bildet sich aus dem Gehirn und dessen Säuren, ist also grob- und haltmateriell, und erlischt augenblicklich im Moment des Todes des Menschen.
Dennoch geht nichts von alledem verloren, was das Bewusstsein bzw. die Persönlichkeit des Menschen jemals erdacht, kreiert und vollbracht, was sie getan, gefühlt und empfunden usw. hat, denn alles und jedes wird bis ins kleinste Jota in den Speicherbänken schwingungsmässig als Information abgespeichert und kann von der Nachfolgepersönlichkeit bei Bedarf impulsmässig wieder abgerufen werden, was in der Regel im Laufe des Lebens dauernd unbewusst geschieht.


Zwischen zwei materiellen Leben, im sogenannten Todesleben, verarbeiten der Geist und der Gesamtbewusstseinblock im Zusammenwirken miteinander in ihren verschiedenen jenseitigen, feinstofflichen Bereichen alles wirkliche und effektive Wissen, und speichern alle wahre Liebe, Weisheit und Kraft aus dem letzten Leben der durch den Gesamtbewusstseinblock erschaffenen Persönlichkeit, wodurch beide, Geist und Gesamtbewusstseinblock, ein relativ grosses Stück weiter evolutionieren, was wiederum der nächstfolgenden Persönlichkeit zugute kommt, die aus dem höherevolutionierten Gesamtbewusstseinblock geschaffen und zusammen mit der Geistform/dem Gesamtbewusstseinblock in einem neuen Menschenkörper geboren wird.


Der Gesamtbewusstseinblock wird auch "höheres Selbst" oder "unsterbliches Bewusstsein" genannt und ist zusammen mit dem Geist bzw. der Geistform des Menschen wiedergeburtsfähig in einem menschlichen Körper. Vor der allerersten Inkarnation einer (Neu-)Geistform in einem menschlichen Körper wird er von der Geistform aus ihrer neutralen Energie heraus kreiert und gebiert zusammen mit der Geistform erstmalig in einem Menschen, dessen materielles Bewusstsein aus den Energien des Gesamtbewusstseinblocks erschaffen wird.


Gäbe es den Tod nicht, gäbe es also auch kein Leben; es gäbe kein ständiges Werden und Vergehen, keine Erneuerung, keinen Fortschritt, keine Evolution, keine Hoffnung und kein Wissen um ein "Morgen" nach dem Tod der aktuellen Persönlichkeit.


Leben und Tod arbeiten Hand in Hand für die Evolution, als Partner für die Evolution des Menschen und der Schöpfung selbst, in die die Geistform jedes Menschen eines Tages eingehen wird, auch wenn bis dahin noch unzählige Tode späterer Persönlichkeiten seiner Inkarnationslinie nach ebensovielen Wiedergeburten seiner Geistform vor ihm liegen.


(Veröffentlicht in "Stimme der Wassermannzeit" Nr. 136 vom September 2005)