Share
Sie sind hier: Startseite » Lebensphilosophie » Lebensphilosophie 11-20 » Ehrfurcht

Ehrfurcht


Ehrfurcht ist ein Gefühl resp. eine Empfindung von Achtung und Respekt, eine neutral-objektiv-ausgeglichene Anerkennung gegenüber allem Leben. Das gründet auf dem Wissen und der Weisheit dessen, dass alles existierende Leben durch die Allgegenwart der Schöpfung miteinander verbunden ist, wodurch die eigene Existenz zugleich als Teilexistenz allen anderen Lebens in Ehrfurcht gefühlt bzw. empfunden wird.
Ehrfurcht ist ein Teilaspekt der effektiven Liebe, der Empfindungs- oder Universalliebe, die aus der absoluten Gewissheit um die universelle Einheit allen Seins und SEINs erwächst.
Die durch das Bewusstsein im Denken erzeugte Ehrfurcht erfüllt die Psyche augenblicklich mit Freude, Liebe, Frieden, Freiheit und Harmonie, wobei diese Werte durch ihre Schwingung die kleinliche Enge des sterblichen Ego des Menschen verdrängen, wodurch sich das Bewusstsein und die Psyche "befreien" und einer grenzenlosen Weite harmonischer Gedanken und Gefühle Platz machen.
Die Geisteslehre sagt: „Ehrfurcht und Ehrwürdigkeit sind die Urkräfte aller Erkenntnis".
Das ist so, weil Ehrfurcht und Ehrwürdigkeit im Inneren des Menschen die Wahrheit lebendig werden lassen, wenn der Mensch sie in sich erzeugt und sich dadurch ihre Kräfte zunutze macht, wodurch er sich von den Fesseln seines beschränkten materiellen Denkens befreit.
Ehrfurcht schliesst alles und jedes in sich ein, also alles materielle, bewusstseinsmässige und geistige Leben in Fauna und Flora sowie des Menschen; sie macht nicht vor dem Kleinen und nicht vor dem Grossen halt und schliesst in Liebe alles in sich ein.
Auf dem Boden der Ehrfurcht erwachsen im Garten des Bewusstseins Toleranz, Nächstenliebe, Universalliebe, Dankbarkeit, Frieden, Freiheit und Harmonie und bringen die Psyche und das Gemüt des Menschen zum Erblühen.
Ehrfurcht kommt nicht von aussen in den Menschen hinein. Er muss sie in seiner Psyche durch die Kraft seiner Gedanken und Gefühle selbst erzeugen, wodurch sie die Empfindungen des Gemüts in ihm zum Schwingen bringen, das wiederum seine ausgleichende Liebeschwingung in die Psyche zurücksendet, wodurch sich der Wirkungskreis von neutral-positiv-ausgeglichenen Gefühlen, der Psyche und den Empfindungen aus dem Geistbereiche schliesst.


(Veröffentlicht in "Stimme der Wassermannzeit" Nr. 139 vom Juni 2006)