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Positiv und Negativ - Wie funktioniert naturgesetzmässig richtiges Denken?

Positiv und Negativ sind jeweils die beiden gegenpoligen Werte, Ausprägungen oder Qualitäten einer von Natur aus absolut neutralen ursächlichen Kraft. Dieses Prinzip der Polarität hat in den Bereichen des Materiellen, Bewusstseinsmässigen und Geistigen seine Gültigkeit und bestimmt als ein elementarer Faktor das Leben und Wirken aller Schöpfungen im Universum.
Was aber heisst das in der Praxis und wie kann man sich dieses Naturgesetz für seinen persönlichen Fortschritt und Erfolg zunutze machen? Als prinzipielles Beispiel für das Wirken von Positiv und Negativ aus dem Reich der Physik kann die Definition elektrischer Ladungen herangezogen werden.

Die freie Enzyklopädie Wikipedia weiss darüber folgendes zu berichten:
Es gibt genau zwei einander entgegengesetzte elektrische Ladungen, die man durch ein unterschiedliches Vorzeichen kennzeichnet und dementsprechend als positive oder negative Ladungen bezeichnet. Die Wahl der Vorzeichen erfolgte völlig willkürlich. Protonen wurden als Träger positiver Ladung, Elektronen als Träger negativer Ladung bezeichnet.
Es gilt: Ungleichnamige Ladungen ziehen sich an (positiv & negativ), gleichnamige Ladungen stoßen sich ab (positiv & positiv, negativ & negativ). Zwei gleich große, entgegengesetzte Ladungen (zum Beispiel von Elektron und Proton) heben sich auf. Als elektrisch neutral bezeichnet man daher Objekte oder Teilchen, die keine elektrische Ladung tragen, beziehungsweise deren Ladungen sich gegenseitig aufheben. Übertragen auf einen Körper, bezeichnet eine positive Ladung den Überschuss an positiven Ladungsträgern und dementsprechend eine negative Ladung den Überschuss an negativen Ladungsträgern.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Ladung)

Am unmittelbarsten und direktesten sind wir Menschen durch unsere Psyche mit diesen Polaritäten konfrontiert, die durch die Gedanken und die daraus hervorgehenden Gefühle geformt und gebildet wird. Erstrebenswert ist dabei ein ausgeglichener Zustand in neutral-positiv ausgeglichenem Sinne, der die beiden Kräfte harmonisch in sich vereint. Die Geisteslehre spricht dabei vom Entstehen einer Hypereinheit, wenn zwei eigenständige, gegenpolige Kräfte miteinander verschmelzen und eine neue Einheit in Ausgeglichenheit bilden, wie dies z.B. bei der Zeugung eines Menschen geschieht, wenn das weibliche und das männliche Prinzip neues Leben kreieren.

Oft beschreiben Menschen ‹das Böse› so, als sei es eine Kraft mit eigener Persönlichkeit und einem eigenen Willen, so wie es bei einem Dämonen oder Teufel angenommen wird.
In Wahrheit ist es aber doch immer das Denken und Fühlen des Menschen (seine Psyche, früher ‹Seele› genannt), die das Böse/Negative erzeugt. Es sind also die Gedanken, die im Bewusstsein resp. der Persönlichkeit des Menschen durch seine eigene Kraft erzeugt werden, die dann Böses bewirken. Und dies wiederum kann nur so sein, weil der Mensch einen freien Willen hat, den er nach seinem Belieben zum Guten oder Schlechten hin aufbauen und zur Wirkung kommen lassen kann. Er schafft sich also selbst immer seinen ‹Himmel› oder seine ‹Hölle› in der eigenen Psyche, die keine Orte sind, sondern eben Zustände des eigenen Denkens und Fühlens.

„Gedanken wirken wie ein Prisma, das die bewusstseinsmässigen Kraftstrahlen je nach Gedankenart ins Positive oder Negative umzubiegen vermag, um gebündelt als lebende und belebende oder tödliche und vernichtende Macht zu wirken.“ (Zitat aus dem Buch „Die Psyche“, Ausgabe 1994, Seite 69, erschienen im Wassermannzeitverlag der FIGU).

Der Mensch ist für alles im Leben in vollem Umfang und in jeder Kleinigkeit selbst verantwortlich, und das beginnt zuerst in seiner Art zu Denken und den daraus hervorgehenden Gefühlen, woraus dann eben Taten und Handlungen entstehen, die gemäss der Qualität der ursächlichen Gedanken und Gefühle geformt sind. Der Mensch selbst ist Herr über Gut und Böse und erzeugt dieses selbst in seinem Bewusstsein. ‹Negativ› ist dabei nicht automatisch schlecht oder böse, denn bekanntlich sind auch die negativen, schlimmen Erfahrungen im Leben oft sehr wertvoll, weil man durch das Leiden und den Schmerz sehr viel aus ihnen lernen kann, wenn man sie richtig überdenkt und verarbeitet. Daher sind sie in diesem Sinne wiederum positiv, weil sie zur Evolution und zum ‹Stärker werden› verhelfen können. Das wiederum beweist, dass auch im Negativen immer Positives enthalten ist und diese beiden Pole eine Einheit bilden. Wäre es nicht so, dann könnte nichts existieren, weil es einseitig wäre und weil es beispielsweise das sogenannte ‹nur Gute› nicht geben kann, da es auf Dauer völlig wehrlos und schutzlos den Angriffen des Negativen ausgeliefert wäre, das es gnadenlos ausnutzen und zugrunde richten würde.

‹Gut und Böse› resp. ‹Positiv und Negativ› müssen demnach zu gleichen Teilen zu einer harmonischen Einheit zusammengeführt werden, damit die Psyche in einem Zustand der positiv-neutralen Ausgeglichenheit und damit gesund erhalten werden kann.

Was und wie der Mensch denkt, demgemäss entwickelt sich sein Charakter und gestaltet sich sein Leben. Arten sein Denken und Fühlen in eine Richtung zum Negativen oder Positiven hin aus, dann werden ihn die Wirkungen dieser Kräfte mehr oder weniger stark treffen, woraufhin er sich wiederum damit auseinandersetzen muss, um diese zu verarbeiten und zu neutralisieren. Versteht er es, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Positiv und Negativ zu erhalten, seine Psyche und sein Bewusstsein in Balance zu halten, dann schafft er sich damit in seinem Inneren Harmonie.