Angleichung
von Achim Wolf, Deutschland

Das innere Wesen des Menschen ist seine durch ihn selbst erschaffene Persönlichkeit durch das Werkzeug seines Bewusstseins, insbesondere durch die Art und Weise der Nutzung seiner Gedanken und deren Macht sowie durch die daraus entstehenden Gefühle und alles, was sich daraus aus seinem Wesen heraus ergibt: Taten, Handlungen, Emotionen, das Verhalten, die Mentalität, der Charakter, das äussere Erscheinungsbild, Sympathie oder Antipathie usw. Daran arbeitet jeder Mensch bewusst und sehr oft unbewusst sein Leben lang, ohne dass ihm vielleicht die Macht seiner Gedanken und seines Bewusstseins in diesem selbst vollumfänglich präsent wird. Neben vielen positiven Werten bildet der Mensch Zeit seines Lebens auch eine Vielzahl von unwerten Gedanken, Gefühlen, Eigenschaften, Emotionen usw. heran, wie z.B. Hass, Eifersucht, Neid, Unbeherrschtheit, Eigensucht, Herrschgier, Eitelkeit, Gläubigkeit, Ungeduld und vieles mehr, was ihn und die Mitmenschen, mit denen er lebt und Umgang hat, mitunter sehr schwer belastet.

Negativ und Positiv bilden bekanntlich eine Einheit und im besten Falle eine neutral-positive Ausgeglichenheit. Das bedeutet aber nicht, dass es wichtig wäre, die negativen Gedanken, Emotionen und Gefühlswallungen auszuleben, sie als unabänderbar hinzunehmen und sich damit zu rechtfertigen, diese seien schlicht notwendig und normal. Die Ausgeglichenheit Negativ-Positiv = Neutral bezieht sich stets auf die nicht ausartenden Gedanken und Gefühle im Menschen resp. in seiner Psyche, wenn z.B. ein Sachverhalt beurteilt und die beinhalteten Aspekte des Positiven und Negativen abgewogen werden müssen, um die reinen Tatsachen der Wirklichkeit festzustellen, wonach eine objektive Bewertung erreicht und nützliche, zielführende Schlussfolgerungen im Sinne der schöpferischen Gesetze und Gebote daraus gezogen werden können. Alles Ausartende ist nicht unter der positiven Kontrolle des Menschen und führt zu Disharmonie, Streit, Hader, Frustration, Hass und letztendlich zu Verletzungen, Verbrechen und Krieg. Dazu führen schon einfache Worte, die mit tödlicher Kraft den Menschen selbst sowie seine Mitmenschen und die Umwelt treffen und psychische Zerstörungen anrichten können, wenn der sie produzierende Mensch die Kontrolle über sich selbst aus der Hand gibt und einen psychischen oder materiellen Krieg gegen sich selbst und seine Umwelt führt.
Warum nun passiert das immer wieder, und was kann dagegen getan werden? Die Frage führt uns auf direktem Weg zum innersten Wesen des Menschen, das identisch ist mit seiner Geistform (Schöpfungsenergieform) resp. dem Fünkchen Schöpfungsenergie, das ihn belebt und durch dessen Kraft er überhaupt einen lebendigen Körper und ein Bewusstsein mit Gedanken und Gefühlen haben kann. Im schöpferischen Kern des Menschen sind nämlich alle positiven Werte, Kräfte, Weisheiten, die Freude, Harmonie, die Ruhe, der Frieden und die Liebe in ihrer reinsten Form und absolut neutral-positiv-ausgeglichen als Grundschwingungen von Urbeginn seines Bestehens angelegt und drängen durch ihre Impulse via das Unterbewusstsein des Menschen, um in sein Bewusstsein vorzudringen, wenn es der Mensch nur zulässt und sich bewusst und willentlich damit beschäftigt. Dies ist die wichtigste Aufgabe des Menschen, nämlich die Angleichung der Werte seines Bewusstseins und seiner Psyche an die schöpferischen Schwingungen und das Herübernehmen der strahlenden Werte aus seinem Innersten, der Schöpfungsenergieform bzw. der feinststofflich-schöpferischen Energie in seine Persönlichkeit.

Wenn der Mensch sich durch tiefgründiges Nachdenken, durch Selbstreflektion und durch tägliche Meditation und das Studium der Schöpfungsenergielehre aufrichtig damit beschäftigt, dann arbeitet er bewusst und strebend an der Angleichung seiner Bewusstseinswerte an die Schöpfungswerte, die sanft aber pausenlos in ihm nach Verwirklichung drängen. Nur dadurch und somit in sich selbst kann der Mensch wirkliches Glück, Erfüllung, Freude und dauerhafte Liebe finden, alle Werte, die dann auch im Aussen wie von selbst zu ihm kommen, wenn er sie im Inneren erarbeitet und verwirklicht hat, wodurch er sich langsam aber sicher zu einem wahren Menschen macht.

* Erschienen in "Stimme der Wassermannzeit" im Wassermannzeit-Verlag der FIGU, www.figu.org