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Was die Menschen Frieden nennen

Was die Menschen der Erde Frieden nennen,

ist nur endloser Hader, Hass sowie Rache,

Lieblosigkeit, Unfreiheit, Unzufriedenheit,

Disharmonie, Krieg und Zerstörung.

‹Billy› Eduard A. Meier          1.48 h

Semjase-Silver-Star-Center               24. August 2008

Führt ‹Wir wollen nie wieder Krieg!› wirklich zum ersehnten Frieden?

von Mariann Uehlinger, Schweiz

Das zurzeit aktuellste ‹Nie-wieder-›Schlagwort ist ganz eindeutig: ‹Wir wollen nie wieder Krieg!›. Dieser emotionale Ausspruch, kreiert nach dem Zweiten resp. Dritten Weltkrieg, zeigt anhand der gegenwärtig vorhandenen Ereignisse zugleich klar auf, dass Zielsetzungen resp. Vorsätze, Parolen oder Slogans etc., die eine Verneinung wie ‹nie›, ‹kein› oder ‹nicht›, etc. enthalten, erfolglos bleiben, egal wie einprägsam oder schein-motivierend sie formuliert werden. Unsere heutige kriegsgeladene Zeit beweist, dass der Vorsatz ‹Wir wollen nie wieder Krieg!› in etwa so wirkungsvoll und friedensfördernd ist wie ein Friedensmarsch mit dem falschen ‹Friedenssymbol›, also der Todesrune. In Wahrheit ist sowohl die Todesrune als auch der Slogan ‹Wir wollen nie wieder Krieg!› äusserst verhängnisvoll und kriegsfördernd. Nur das echte Geisteslehre-Friedenssymbol ist friedensfördernd.

Es ist sehr aufschlussreich, dass der Mensch so oft negativ formulierte Sätze bildet, und das in fast allen Bereichen. Bezüglich Krankheiten ebenso, wie auch wenn eine Mutter ihrem Kind zuruft: «Geh nicht auf die Strasse!», «Schmatz doch nicht so!», «Mach keinen Blödsinn!» etc. Weiss das Kind, dem die Zurufe gelten, was es wirklich tun soll? Seine Kinderohren hören jedenfalls nur Strasse, Schmatzen und Blödsinn, was an sich genau seinem Interesse entspricht, jedoch nicht demjenigen seiner Mutter. Wie müsste die Mutter ihre Zurufe formulieren, dass das Kind sie auch ohne grosses Nachdenken und Eigeninterpretation versteht und macht, was die Mutter will? Genau, sie müsste dem Kind exakt sagen, was sie von ihm erwartet, den Satz also positiv – d.h. ohne das Wörtchen ‹nicht›, ‹kein› etc. – bilden. Anstatt «Geh nicht auf die Strasse!» heisst es dann «Bleib auf dem Trottoir!» Statt «Hör auf zu Schmatzen!» sagt sie: «Schliess bitte den Mund beim Essen!» Beim ‹Blödsinn› ist schon mehr Denkarbeit nötig, die die Mutter in der Schnelle unter Umständen nicht aufbringen will oder kann, weil sie selbst nicht genau weiss, was sie von ihrem Kind erwartet, ausser eben, dass es aufhören soll, das zu tun, womit es gerade beschäftigt ist. Der Erziehungsstil der meisten Eltern und anderen Erziehungsberechtigten, wie Lehrer, Pfarrer, etc., besteht grösstenteils aus den Anordnungen: «Mach dies nicht, mach jenes nicht! Hör auf damit!» Das wirkt auf das Kind extrem verunsichernd, denn auch wenn es ‹damit› aufhört, weiss es trotzdem nicht, was es wirklich tun muss, um die Eltern  oder sonst irgendwelche ‹Autoritätspersonen› zufriedenzustellen, vor allem, wenn es dann noch hört: «Hast Du es kapiert!?» Nein, hat es natürlich nicht. Wie auch, wenn es keine Erklärungen bezüglich des richtigen Verhaltens bekommt und darüber, was im Leben effektiv wichtig ist.

Egal worum es geht, jeder Vorsatz, jede Parole, jedes Schlagwort, jeder Slogan, jede Idee hat als Ziel, sich mit dem, was damit ausgesagt wird, beim Menschen in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit zu stellen, um sich quasi automatisch zu erfüllen. Das heisst also, dass alles, was ein Mensch zum Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit macht, sich erfüllt – und zwar positiv. Wie kann sich jedoch etwas automatisch erfüllen, über das zuerst nachgedacht werden muss, wie es sein müsste ohne dieses verneinende ‹Nie›, ‹Nicht›, ‹Kein› etc.? Angenommen, der Slogan ‹Wir wollen nie wieder Krieg!› wird in einen Prozessor mit Datenbank gegeben, von dem wir wissen, dass er die Daten aufgrund reiner Logik verarbeitet (Logos = Schöpfungskraft). Der Prozessor besitzt keine eigene Interpretations- und Denkfähigkeit, sondern verarbeitet das, was ihm eingegeben wird. Dazu die Frage: «Ist es logisch, sich etwas zu wünschen resp. in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit zu stellen, das nicht gewollt wird, sondern sich gegenteilig erfüllen soll – was jedoch dem Prozessor unbekannt ist?» Nein, ist es nicht. Was passiert also im Prozessor? Er betrachtet die verneinenden Begriffe ‹nie›, ‹nicht›, ‹kein› etc. als Füllworte, d.h. als Worte mit geringem Aussagewert, und nimmt sie gar nicht erst auf, sondern speichert und verarbeitet nur die Hauptbegriffe mit Aussagewert, im Beispielsfall also nur ‹Krieg›. Bei diesem ‹Prozessor› handelt es sich sehr vereinfacht dargestellt um unser Unterbewusstsein, das rein logisch, d.h. schöpfungsgesetzmässig arbeitet, ohne die Fähigkeit zu besitzen, sich denkend einzumischen. Genauso wie die Schöpfung wirkt es völlig logisch aufgrund der schöpferisch-natürlichen Gesetze und verarbeitet unter anderem das, was ihm durch das Bewusstsein tiefschürfend eingegeben wurde. Die Fähigkeit des Denkens und Schlüsseziehens bleibt dem materiellen menschlichen Bewusstsein vorbehalten, das die meisten Menschen leider noch fern jeglicher Logik nutzen. Wie käme es sonst, dass sie sich in Unlogik eine Sache herbeisehnen oder wünschen, die gegenteilig zu dem ist, was sie sagen? Könnte es sein, dass diese Unlogik unter den gläubigen Erdenmenschen deshalb so verbreitet ist, weil sie ihrem imaginären Gott eine Ratio andichten und ihm – dem Nichtvorhandenen – vertrauen, dass er es schon für sie – seine demütigen Schäfchen – in positivem Sinne richten werde?

Um genau zu wissen, was wirklich erreicht werden will, ist viel klare, folgerichtige und vorausschauende, analytische und systemische Denkarbeit mit einem Abwägen von Pro und Kontra nötig. Anders ausgedrückt heisst das: Der Mensch muss seine Ratio fruchtbringend einsetzen. Die Ratio – bestehend aus Verstand, Vernunft, Moral und Klugheit – ist nicht nur ein Faktor des geistigen Bewusstseins, sondern auch des materiellen Bewusstseins. Die Ratio ist, wie alles Bewusstseinsmässige und alles sonstige überhaupt im Universum und darüber hinaus, der Entwicklung, der Evolution eingeordnet. Zwar funktioniert die Ratio bei allen Menschen vom Prinzip her gleich, jedoch sind Verstand, Vernunft, Moral und Klugheit abhängig vom jeweiligen Evolutionsstand der menschlichen Bewusstseinsformen.

Zurück zu unserem Beispiel ‹Wir wollen nie wieder Krieg!›, bei dem nur die menschliche Ratio herausfindet, dass eigentlich das Gegenteil von Krieg gemeint ist. Das Gegenteil von Krieg ist Frieden. Warum halten die Menschen dann nicht das fest, was sie wirklich wollen, nämlich Frieden? Könnte es sein, dass die machtgierige, paranoid-psychopathische Religions-, Finanz-, Militär-, Wirtschafts- und sonstige Macht-Elite, die Drahtzieher, Kriegshetzer, Lobbyisten und Unheilprofiteure unserer Erde, beim Krieg bleiben und gar keinen Frieden wollen, weil sie auf viele oder alle ihrer ‹fetten Pfründe› verzichten und ihre miesen Machenschaften der totalen Kontrolle, Ausbeutung und Vergiftung des Volkes und der Natur aufgeben müssten? Hinterhältig, schändlich, schäbig, kriegshetzerisch und land- und bürgerfeindlich werden sie dabei propagandistisch-lügnerisch unterstützt durch die ihnen hörigen und gekauften Wissenschaftler, Politiker und die ebenfalls gekauften und Atlantiker-gesteuerten Journalisten der Mainstream-Medien, also der Hauptmedien, die dadurch je länger, je mehr zur Lügen- und Verfälscherpresse mutieren.

Menschen, die den Krieg am eigenen Leib erfahren und erlebt – und überlebt – haben, wissen, was Krieg bedeutet, alle anderen kennen ihn lediglich aus den Medien wie Film und Fernsehen, ihnen fehlt das Erlebte der Greueltaten. Krieg heisst unter anderem: Angriff, Kampf, Gewalt, Mord und Totschlag, Brutalität, Folter, Todesstrafe, Qual, Zerstörung, Vernichtung, Angst, Furcht, Unfrieden, Unfreiheit, Aggression, Zwang, Ausartung, Entmenschlichung, Mitgefühllosigkeit, Lieblosigkeit, Feigheit, Terror, Vergeltung, Diktatur, Überwachung, totale Kontrolle, Bespitzelung, Intrigen, Futterneid, Hass, Wut, Lüge, Ungerechtigkeit, Feindschaft, Schaden, Unheil, Rachsucht, Disharmonie, Tugendlosigkeit, Missbrauch, Schändung, Bewusstseinsverirrung, Bewusstseinsversklavung, Sektierismus, Unterwerfung, Glaubenswahn, Pervertierung der menschlichen Ideale und der Wissenschaft, Hunger, Durst, Verletzung, Schmerz, Pein, Qual, Tod, Umwelt- und Heimzerstörung, Heimatverlust, Verlust von Angehörigen, Verlust der physischen und psychischen Freiheit, Flucht, und, und, und. Alles nur schreckliche Dinge, bei denen es sich jedoch bei genauem Hinsehen fast ausschliesslich um ausgeartete gewalt- und kriegsfördernde Verhaltenseigenschaften des Homo sapiens sapiens der Erde handelt.

Zu Krieg und Frieden heisst es im ‹Kelch der Wahrheit›, BEAM, unter anderem in Abschnitt 4, Satz 222:

Und bedenkt, durch die Gesetze und Gebote der Urkraft allen Lebens (Schöpfung) ist auch kein Recht gegeben, heilige (geweihte/kontrollierte) Schlachten (Kriege) gegen Euresgleichen (Mitmenschen) zu führen, weil Schriftenverfälscher die Lehre der Propheten verlästern (verleumden) und in Unehre bringen und euch damit verdummen; und also ist es durch keine Gesetze und Gebote der Urkraft allen Lebens (Schöpfung) gegeben, dass ihr heilige (geweihte/kontrollierte) Schlachten (Kriege) zum Zwecke der Frömmigkeit (Religionskrieg) führen sollt, um Gläubige von Göttern oder Götzen zu eurem Glauben (Vermutungen) zu zwingen (zu bekehren); und also ist es unter allem Recht der Gesetze und Gebote der Urkraft allen Lebens (Schöpfung), durch frömmige (religiöse) Gewalt (Terror) unter Euresgleichen (Mitmenschen) Unheil zu stiften und Tod und Zerstörung zu verbreiten, auf dass Euresgleichen (Mitmenschen) an Leib (Körper) und Leben und Besitz wie in der Innenwelt (Bewusstsein) und in der Artung (Psyche) Schaden erleiden; wahrlich, die heilige (geweihte/kontrollierte) Schlacht (Krieg), die durch die wahrlichen Propheten und durch ihre Lehre dargebracht wird, ist die heilige (geweihte/kontrollierte) Schlacht (Krieg) wider euch selbst, der Kampf wider euch selbst in eurem Innern (Wesen), auf dass ihr es zur Rechtschaffenheit (Gewissenhaftigkeit) und Billigkeit (Gerechtigkeit) wie auch zu Grossmut (Würde) und Achtung gestaltet und dass in euch umfassende Liebe und Gleichstimmung (Harmonie) wie auch Frieden und Freiheit werde in Würde und Ehrfurcht (Ehrerbietung).

Wissen wir Erdenmenschen überhaupt, was Frieden bedeutet und wie es sich im Frieden lebt? Ist wahrer Frieden einfach das Abwesendsein all der bei Krieg genannten Faktoren, also Nicht-Angriff, Nicht-Kampf, Nicht-Folter, etc.? Verbirgt sich hinter einem ‹Nicht-Angriff› oder ‹Nicht-Kampf› etc. eines Menschen automatisch eine friedliche Haltung? Lebt jemand den Frieden, wenn er/sie einem Provokateur – oder einer Provokateurin – nicht postwendend auf die Provokation eine klebt? Kann sein – oder auch nicht. Werden die obengenannten Kriegs-Begriffe mit einem ‹Kein› resp. ‹Keine/n› versehen, steht immer noch das Ungewollte als ‹Hauptattraktion› im Mittelpunkt, was jedoch nur die der Evolution eingeordnete menschliche Ratio – nämlich Vernunft, Verstand, Moral und Klugheit – erfasst und dementsprechend mehr oder weniger richtig interpretiert.

Frieden zu beschreiben ist viel schwieriger als Krieg. Die Verhaltensformen resp. Verhaltensweisen, die zu Krieg führen, sind überall ersichtlich, offenbar leicht erlernbar oder bereits vorhanden, und sie werden den Menschen täglich vor Augen gebracht, als ob Gewalt, Lug und Betrug und alles Schändliche etwas völlig Natürliches wäre. Seit Jahrtausenden führt der Erdenmensch Krieg; einzelne durch Psychopathie befallene Köpfe aus Religion, Wissenschaft, Militär und Staat etc. wollen den ihnen gläubigen Völkern via die Medien und die Politik sogar weismachen, ein Krieg sei nötig, um Frieden und Demokratie ins anzugreifende Land zu bringen. So ein Irr- und Wahnsinn.

Wo sind die Verhaltensformen bei den Erdenbürgern zu finden, die zu einem umfassenden Frieden unter allen Menschen führen würden? Die Religionen, die sich der ‹Liebe› und ‹Gerechtigkeit› rühmen und auf ihre Fahne geschrieben haben, sind selbst die grössten Anstifter zu Krieg, Mord und Totschlag, Ungerechtigkeit, Sklaverei und Erfinder der Todesstrafe. Wie soll der einzelne gläubige Mensch zu den friedenschaffenden Verhaltensformen finden, wenn ihm die schöpferischen Gesetzte und Gebote des Verhaltens vorenthalten werden, indem ihm gesagt wird, sein jeweiliger Gott sei für sein Schicksal zuständig und wache über ihn, er müsse nur kniefällig darum bitten?

Im vorgängig zitierten ‹Kelch-Satz› spricht BEAM von Rechtschaffenheit, Billigkeit (Gerechtigkeit), Grossmut (Würde), Achtung, umfassende Liebe und Gleichstimmung (Harmonie), Frieden und Freiheit in Würde und Ehrfurcht (Ehrerbietung). Alle diese Werte sind bei den Erdenmenschen nur sehr kümmerlich bis fast gar nicht vorhanden. Die anleitenden Belehrungen der wahrlichen Propheten, Künder und Lehrer der Nokodemjon-Linie durch die ‹Lehre der Wahrheit, Lehre des Geistes, Lehre des Lebens› stossen seit Tausenden von Jahren bei den Menschen auf taube Ohren – oder werden höchstens von einzelnen in homöopathischen Dosen aufgenommen. Das Erdenvolk neigt dazu, seine Bewusstseinsevolution an Götter, Götzen, Staatsmächtige und Politiker zu delegieren statt in die eigene Hand zu nehmen.

Aufgrund der dem Frieden zugehörigen Verhaltenseigenschaften resp. Verhaltensweisen, resp. ‹Gesetzmässigkeiten im Verhalten›, ist klar, dass Frieden in erster Linie eine innere Angelegenheit ist, die des lernenden Menschen ganzes Wesen umfasst und sich auch nach aussen zeigt, immer abhängig von seinen Bemühungen. Liebe, Frieden, Freiheit, Harmonie, Freundlichkeit, Warmherzigkeit, Mitgefühl, Gerechtigkeit usw., usf. sind nicht einfach nur Begriffe, die nach einmaligem Lesen verstanden werden, sondern an ihnen arbeitet der Mensch und hegt und pflegt sie sein Leben lang, um beim nächsten Leben als andere Persönlichkeit – jedoch mit der gleichen Geistform – wieder damit weiterzufahren. Der Prozess des Erlernens und die Lernschritte sind bei allen Menschen gleich, nur die Ausgangslage und der Fortschritt sind unterschiedlich, da ja kein Mensch wie der andere ist. (Siehe auch Artikel ‹Im täglichen Leben ist darauf zu achten, dass man stets sein Ziel festlegt, dieses sieht und wahrlich anstrebt mit besten Kräften›, FIGU-Bulletin Nr. 93, Juni 2016.)

Grundstein des menschlichen Verhaltens und die Basis allen Fortschritts ist die Geduld. Ohne dass sich der Mensch in Geduld entwickelt und sich darin ergeht, ist es für ihn unmöglich, Frieden, Freiheit, Harmonie, Mitmenschlichkeit, Warmherzigkeit, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Sympathie, echte Demokratie, etc. zu finden, von wahrer Liebe und Weisheit gar nicht zu reden.

 

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Geisteslehresymbol Geduld

Um Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, bewusst zu machen, welcher Weg eingeschlagen werden muss, um sich Geduld, die ‹Krone allen Lebensglücks›, und alle anderen positiven Verhaltensweisen – auch den Frieden! – zu erarbeiten, zitiere ich aus dem Buchteil ‹Probleme des Lebens meistern› den Artikel ‹Wege zur Gedulderlangung› (BEAM, ‹Gesetze und Gebote des Verhaltens – Probleme des Lebens meistern›, FIGU, Wassermannzeit-Verlag):

Es existieren massgebliche Prinzipien, die den Weg dazu weisen können, richtig mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und Emotionen umzugehen, um daraus die Geduld entwickeln zu können, die so wertvoll im Leben ist wie das tägliche Brot. Jedes Wort dazu, wie Geduld erarbeitet werden kann, ist wie ein kleiner Schatz, nach dem zuerst gesucht und der dann auch gefunden werden muss. Dazu gibt es bestimmte Richtlinien resp. Werte, die befolgt und erarbeitet werden müssen, doch ist das dabei in bezug auf den einzuschlagenden Weg derart individuell, dass nicht zwei Menschen exakt gleichermassen vorgehen können.

Zur Erarbeitung der Geduld ist grundlegend ganz entscheidend, die Erkenntnis zu gewinnen und in dieser sicher zu sein, dass das Bewusstsein formbar ist und durch Gedanken und Gefühle auf alles ausgerichtet werden kann, was eigens gewünscht wird. Das Bewusstsein verfügt über grenzenlose positive Entwicklungsmomente und positive Entfaltungsmöglichkeiten, die nur bewusst genutzt werden müssen. Bewusst muss eigens aber auch sein, dass jedes Bewusstsein, so also auch das eigene, über unterschiedliche Bewusstseinszustände sowie über eine eigene Persönlichkeit mit einem eigenen Ego verfügt. Das Bewusstsein mit der Persönlichkeit und dessen Ego bildet ein komplexes, dynamisches System, in dem sich die Dimensionen von Vernunft und Verstand bewegen, aus denen anderweitig die Gedanken und daraus wiederum die Gefühle resultieren, die dann die Dimension der Psyche formen. Gesamthaft zusammen bildet sich so eine umfangreiche Einheit, die auch als solche begriffen und verstanden werden muss, um mit ihr bewusst zu arbeiten und die Geduld erschaffen zu können. Und klar muss auch sein, dass der ganze komplexe dynamische Block dieser Einheit auch alle jene Werte beinhaltet, die den Charakter, die gute Verhaltensweise und die Tugenden – wie natürlich auch die Untugenden – bilden, wobei aber auch der unwerte Charakter und unwerte Verhaltensweisen darin enthalten sind. Und all diese Werte und Unwerte sind es, die erst einmal erforscht, erkannt, verstanden und als gegeben akzeptiert werden müssen, um dann die Unwerte auszusondern und sie zu beheben resp. aufzulösen. Mit diesen Unwerten sowie mit der Wut, dem Hass und den Emotionen umzugehen ist jedoch nicht leicht, so nicht von einem Augenblick zum andern alles eingerenkt, richtiggestellt und behoben werden kann. Manche Dinge resp. Unwerte können zur Änderung zum Besseren Monate oder gar Jahre in Anspruch nehmen, ehe sich ein wirklicher Erfolg einstellt, wobei sich manche Unwerte und Übel gar einige Zeit noch vertiefen können, ehe der Weg zur Behebung gefunden wird.

Werden Übel und Unwerte im eigenen Wesen und im eigenen Bewusstsein sowie der eigenen Persönlichkeit, im eigenen Ich und im eigenen Charakter sowie in den eigenen Verhaltensweisen gesucht, dann müssen diese oft über lange Zeit hinweg mühsam filtriert werden, ehe sie erkannt und erforscht werden können, um sie dann in einer geeigneten Weise zur Behebung angehen zu können. Werden die Übel und Unwerte dann endlich gefunden, dann dürfen sie nicht einfach bloss verdrängt werden, denn durch eine Verdrängung wird noch viel grösserer Schaden angerichtet, als er bereits durch die Existenz der Unwerte und Übel gegeben ist. Tatsächlich ist es nämlich so, dass alle Unwerte und Übel, die zu Emotionen, Frustration, Groll, Feindseligkeit, Wut oder Hass führen, angegriffen und zum Besseren umgeformt werden müssen. Dazu aber ist es notwendig, ihrer habhaft zu werden und sie nicht zu verdrängen, damit deren Wurzeln ergriffen werden können, um von deren Fasern aus ihnen die Kraft und die Nahrung zu entziehen. Nur dadurch kann es geschehen, dass eine bewusstseins-, persönlichkeits- sowie charaktermässige Neuorientierung erschaffen werden kann, die gewährleistet, dass langsam aber sicher die Geduld zustande kommt, Wurzeln schlägt und zu wachsen beginnt. Und geschieht das, dann finden nach und nach auch falsche Verhaltensweisen, die Wut, der Hass, die Emotionen und unwerte Gedanken und Gefühle sowie falsche Reaktionen je langer, je mehr keine Nahrung mehr, weil die Anfälligkeit dafür immer geringer wird. Notwendig dafür ist nur eine bewusstseinsmässige Disziplin, um die Gedanken und Gefühle bewusst zu kontrollieren, Emotionen zu vermeiden und allen Tugenden den ihnen gebührenden Platz einzuräumen.

Fazit: Nein, ein Nicht-Kriegs-Aufruf, der zuerst durch die Ratio interpretiert werden muss, führt nicht zum Frieden, ganz im Gegenteil. Will der Erdenmensch die katastrophale, kriegsgeladene und durch die Volksmasse noch aggressiver gewordene Zeit hinter sich lassen und einer Zukunft des Friedens, der Freiheit, der Liebe, des Wohlgefallens, des Mitgefühls, der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit, der Harmonie und echten Demokratie entgegengehen, wird er nicht umhinkommen, das ‹Lebensheft› eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen, die Götter Götter sein zu lassen und sich der ‹Lehre der Wahrheit, Lehre des Geistes, Lehre des Lebens› zuzuwenden, sie in Geduld aus sich selbst heraus zu erlernen und alles zu seinem Wohle und zum Wohle seiner Mitmenschen zu leben. 

Wichtige zusätzliche Information unter:

figu.org/ch/files/downloads/gratisschriften/und_es_sei_frieden_auf_erden.pdf

figu.org/ch/verein/periodika/bulletin/2015/nr-87/demokratie